Pauline berichtet vom Weltjugendtag in Panama

Mein Zeugnis vom Weltjugendtag 2019 in Panama

Aufbruch nach Panama und herzliche Aufnahme in Penonome

Der XXXIV Weltjugendtag in Panamá – endlich war es soweit und ich, Pauline 17 Jahre, dufte mit dabei sein. Ganz ungewöhnlich begann unsere WJT-Reise mitten im Winter am 16. Januar mit einem Flug ins 30° warme, sommerliche Panama City.
Nach knappe 30-stündiger Anreise wurden wir mit unglaublicher Gastfreundschaft in der Kleinstadt Penonomé zu den „Tagen der Begegnung“ begrüßt. Voller Freude über uns Pilger aus Deutschland hießen uns die Panameños mit Musik und vielen Tänzen herzlichst willkommen. Mit den Worten „Wie geht es meinen neuen Töchtern?“ wurden wir am nächsten Morgen in unseren Gastfamilien begrüßt. Es hat uns so gefreut und in diesen Tagen wurde dieser Ort wirklich wie ein zweites Zuhause für uns. Mit vielen verschiedenen kulturellen Veranstaltungen wie Paraden in der Tracht des Landes mit panamesischer Musik, aber auch durch das Mitleben in den Gastfamilien, durch gemeinsame Gottesdienste und soziale Projekte durften wir viel von der Kultur und Lebensart kennenlernen. Auch wir haben natürlich die deutsche Kultur dort vorgestellt und am Abend der Kulturen in Dirndl und Lederhose getanzt und durch das „Fliegerlied“ die ganze Menge zum Toben gebracht… Beim Abschied hat uns unsere Gastfamilie noch gesagt, dass wir immer willkommen sind, ihr Zuhause ist auch unser Zuhause. Wir hoffen alle auf ein Wiedersehen.

Panama City: Großveranstaltungen unter freiem Himmel

Nach dem Abschied ging es dann nach Panama City zum eigentlichen Weltjugendtag. In Panama City wurden wir erneut herzlichst in neuen Gastfamilien aufgenommen – zu unserem Glück mitten in der Stadt -, bei denen wir die ganzen Tage des Weltjugendtages bleiben durften. Die nächsten Tage waren geprägt von Großveranstaltungen unter freiem Himmel – die Eröffnungsmesse am Dienstag an der Sinta Costera, also am Meer; die Begrüßung des Papstes, und schließlich der Höhepunkt des Weltjugendtages: Die Abschlussveranstaltung mit fast 1 Million Pilgern aus aller Welt. Samstagmorgens sind wir schon früh zum Feld aufgebrochen. Bei Hitze sind wir ca. 2 Stunden gelaufen wurde aber am Straßenrand von Einheimischen immer wieder mit kaltem Wasser aufgefrischt :). Am Abschlussgelände bauten wir dann unser Quartier auf wo wir die Nacht über verbrachten. Mit der JUGEND 2000, hatten einen genialen Platz, denn wir durften ganz vorne sein, soweit es nur ging. Es war so cool denn wir konnten den Papst gut auf der Bühne sehen. Am Abend fand die Vigil statt – es wurde langsam dunkel und nur noch die Bühne war erleuchtet, es gab bewegende Zeugnisse und schließlich kam Jesus in der Eucharistie auf das Feld. In diesem Moment der Aussetzung wurden hunderttausende von Jugendlichen auf einmal still und knieten nieder… Papst Franziskus hielt auch eine Ansprache für uns – es war so schön, zuzuhören denn er hat voller Liebe und Innigkeit zu uns gesprochen. Am Sonntagvormittag fand dann die Abschlussmesse mit dem Papst statt, die Aussendungsmesse, in der der Papst uns den Auftrag gegeben hat, den lebendigen Glauben in unsere Heimat zu bringen. Auch diese Messe war sehr bewegend, besonders der Moment, in dem verkündet wurde, wo der nächste WJT stattfinden soll: in Lissabon – ganz Freude der Portugiesen. Am Abend hatten wir dann noch einen bunten Abend, wo der WJT und die Gemeinschaft nochmal ganz im Mittelpunkt standen. Dabei wurden auch die Kurzfahrer die am nächsten Tag die Heimreise antraten verabschiedet.

Entspannen auf meiner persönlichen Trauminsel

Wir Langfahrer hatten dann noch eine Besichtigung des großen Wahrzeichens von Panamà, dem Panamà Kanal. Am nächsten Tag ging es dann zum Ausflug in den Regenwald – genauer gesagt machten wir eine Bootsfahrt über den Gatun-See, der den Panama-Kanal speist und teils zum Regenwald gehört. Dort konnten wir sogar verschiedene Affen füttern, die sogar auf unser Boot gekletterten. Dabei konnten wir auch den unglaublichen Artenreichtum an Pflanzen und Tieren von Panamá bestaunen.
Am nächsten Tag ging es dann mit Bussen, Jeeps und zu guter Letzt noch mit kleinen Booten zu den San-Blas Inseln – genauer: Zu unserer ganz persönlichen Trauminsel mit türkisblauem Meer, Kokospalmen, Seesternen und kleinen Strohhütten. Auf der Insel war dann Entspannungsprogramm angesagt. Als wahrscheinlich ersten Menschen überhaupt feierten wir die Hl. Messe unter Palmen am weißen Sandstrand auf diesem Stück Erde! Es gab Impulse, einen Tag der Barmherzigkeit und jede Menge Freizeitprogramm. Das Essen war geprägt von frischem Fisch und unglaublichen Kokosnüssen. Nach fünf unvergesslichen Tagen auf der Trauminsel mit viel Gemeinschaft, geistigem Tiefgang, Freude und frischem Fisch ging es dann leider wieder nach Panamà City, wo unser Flieger ins kalte Deutschland wartete. Nach Hause in den „kalten“ Alltag – aber auch heim zu Mamas bestem Schnitzel!!!