Eile mit Weile und Gottes Geist
„Maria stand auf und machte sich eilig auf den Weg“
Unter diesem kraftvollen biblischen Motto (Lk 1,39) rief Papst Franziskus die Jugend der Welt im August 2023 nach Lissabon. Es war ein Ruf zum Aufbruch, zur Bewegung und zur Freude – und Hunderttausende folgten ihm. Nach den Jahren der Pandemie war dieser Weltjugendtag ein Zeichen an die Welt: Die Weltkirche ist jung, sie ist lebendig und sie ist bereit, sich senden zu lassen.
Der Aufbruch: 8 Busse, 550 Herzen
Für die JUGEND 2000 war Lissabon 2023 eine Mammutaufgabe und ein Herzensprojekt zugleich. Gemeinsam mit dem Bischöflichen Jugendamt Augsburg machten wir uns mit rund 550 jungen Menschen in acht Bussen auf den Weg Richtung Portugal. Unsere Pilgerreise war zweigeteilt: Die „Langfahrer“ starteten bereits einige Tage früher, während die „Kurzfahrer“ später zur Gruppe stießen.
Der erste Stopp unserer Reise führte uns in das malerische nordspanische Küstenstädtchen Zarautz. Zwischen Meeresrauschen und grünen Hügeln stimmten wir uns unter anderem mit einem mitreißenden Lobpreiskonzert auf die kommenden Wochen ein. Es war der perfekte Moment, um den Alltag hinter sich zu lassen und den Fokus auf Gott zu richten.
Tage der Begegnung: Gastfreundschaft in Porto
Die Langfahrer tauchten in der Diözese Porto tief in die portugiesische Kultur ein. Die „Tage der Begegnung“ sind ein wichtiger Bestandteil jedes WJT, denn hier erlebt man die Weltkirche in den Gemeinden vor Ort. Wir besichtigten lokale Betriebe, tanzten bei kulturellen Abenden und genossen die köstliche portugiesische Küche. Was uns aber am meisten beeindruckte, war die überwältigende Herzlichkeit der Menschen in Porto, die uns wie Familienmitglieder aufnahmen.
Lissabon: Ein Meer aus Flaggen und Gebeten
In Lissabon vereinten sich schließlich beide Gruppen. Die Stadt am Tejo war ein einziges Farbenmeer. Gemeinsam mit Tausenden deutschsprachigen Pilgern feierten wir Gottesdienste und vertieften unseren Glauben in den Katechesen, die von Bischöfen aus Deutschland und Österreich gehalten wurden. Ein besonders bewegender Moment war der Kreuzweg mit Papst Franziskus. Gleichzeitig blieb auch Zeit, die Stadt zu erkundigen.
Das Finale am Parque Tejo
Der absolute Höhepunkt war die Zeit auf dem Parque Tejo, direkt an der Mündung des Tejo in den Atlantik. 1,5 Millionen junge Menschen versammelten sich zur Vigil am Samstagabend. Als Papst Franziskus das Allerheiligste zur eucharistischen Anbetung aussetzte, legte sich eine beeindruckende Stille über das riesige Gelände. In dieser Nacht unter freiem Himmel, zwischen Isomatten und Schlafsäcken, spürten wir: Wir sind nicht allein in unserem Glauben. Der Abschlussgottesdienst am Sonntagmorgen war eine einzige Feier der Freude und der Sendung.
Nachklang in Valencia
Damit die vielen Eindrücke nicht sofort im Alltag verpufften, verbrachten wir im Anschluss noch fünf Tage in Valencia. Es war die Zeit zum Reflektieren, zum gemeinsamen Lachen am Strand und um die entstandenen Freundschaften zu vertiefen. Wir kehrten nicht nur mit Sand in den Schuhen zurück, sondern mit einem Feuer im Herzen, das bis heute brennt.
Ein starker Partner: radio horeb
Ein besonderes Dankeschön gilt unserem Medienpartner radio horeb. Sie haben uns die gesamte Fahrt über begleitet und die Stimmung, die Predigten und die vielen Gänsehautmomente live nach Hause gesendet. Wer die Reise noch einmal akustisch oder in Bildern nacherleben möchte, findet auf der Homepage von radio horeb eine wahre Schatzkiste an Beiträgen.
Key-Facts:
- Datum: 01. – 06. August 2023
- Teilnehmer: 1,5 Millionen beim Abschlussgottesdienst
- Hymne: „Há Pressa no Ar“ (Es ist Eile in der Luft)
- Motto: „Maria stand auf und machte sich eilig auf den Weg“ (Lk 1,39)
- Besonderheit: Erster großer WJT nach der Pandemie





