Glaube an der Copacabana
Der Weltjugendtag 2013 in Rio de Janeiro war in vielerlei Hinsicht eine Premiere. Es war der erste internationale Auftritt von Papst Franziskus in seiner Heimatregion Lateinamerika. Über 3,7 Millionen junge Menschen verwandelten den berühmten Copacabana-Strand in das größte Freiluft-Heiligtum der Welt. Es war ein Fest der Farben, der Rhythmen und einer tiefen, ansteckenden Freude, die nur die lateinamerikanische Seele so hervorbringen kann.
JUGEND 2000 in Brasilien: Mission an der Copacabana
Mit rund 150 Teilnehmern wagte die JUGEND 2000 den Sprung über den Atlantik. Diese Reise war für uns alle ein Abenteuer. Die Tage der Begegnung führten uns in verschiedene Pfarreien, wo wir die Realität der Kirche in Brasilien hautnah erlebten – eine Kirche, die arm an materiellen Mitteln, aber unglaublich reich an Geist und Herzlichkeit ist. In Rio angekommen, bezogen wir unser Quartier und wurden Teil dieses gewaltigen Stroms aus Millionen Pilgern.
Die Botschaft: „Geht hin und macht Lärm!“
Papst Franziskus begeisterte uns mit seiner direkten und unkomplizierten Art. Er forderte uns auf, keine „Teilzeit-Christen“ zu sein, sondern mutig hinauszugehen. Sein Aufruf „Hagan lío!“ – macht Lärm, bringt Bewegung in die Sache – wurde zum geflügelten Wort. Er erinnerte uns daran, dass das Evangelium nicht für das Archiv, sondern für die Straße und die Begegnung mit den Menschen gedacht ist. Das Motto „Geht hin und macht zu Jüngern alle Völker“ (Mt 28,19) war ein klarer Missionsbefehl für uns alle.
Gebet im Sand
Einer der stärksten Kontraste war die Vigil. Während tagsüber an der Copacabana das Leben pulsierte, herrschte während der Anbetung eine fast unwirkliche Stille. Millionen Jugendliche knieten im Sand, während die Wellen des Atlantiks im Hintergrund rauschten. In diesem Moment wurde uns klar: Egal wo wir sind, am Ende zählt nur die persönliche Begegnung mit Jesus Christus.
Key-Facts:
- Datum: 23. – 28. Juli 2013
- Teilnehmer: ca. 3,7 Millionen beim Abschlussgottesdienst
- Motto: „Geht hin und macht zu Jüngern alle Völker.“ (Mt 28,19)





